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Klimarettung bringt mehr Migranten

NAEB 1823

Zur Weltklimakonferenz vom 3. bis 14. Dezember 2018 trafen sich Vertreter von fast 200 Ländern der Erde in Kattowitz, Polen. Die ärmsten Länder fordern Hilfe zur „Klimarettung“ von Industrieländern. Ihre Stromversorgung soll weiterhin mit Wind- und Solaranlagen ausgebaut werden. Wetterabhängiger Zufallsstrom, den man als FakePower bezeichnen muss, schafft keine wettbewerbsfähigen Arbeitsplätze, sondern Armut und Abwanderung. Die vermeintliche Weltklimarettung vergrößert die Migration.

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Mehr FakePower verursacht mehr Migration [1]
 

Der Mensch ist ein schwaches Wesen. Er leistet rund 100 Watt. Der Energieertrag von 10 Stunden Arbeit ist eine Kilowattstunde (kWh), die heute als Strom in Deutschland etwa 30 Cent kostet. Wohlstand beruht im Wesentlichen auf Energie aus Brennstoffen und Kernbrennstäben, die in mechanische und elektrische Energie umgeformt wird. Hinzu kommt noch in geringen Mengen kinetische Energie aus Flüssen und Stauseen.
 
In Europa nutzt jeder Mensch rund 50.000 kWh Primärenergie im Jahr weitgehend aus Brennstoffen. Das entspricht der Energie aus sechs Tonnen Steinkohle oder fünf Tonnen Erdöl. Durch Umformung in mechanische und elektrische Energie und den Transport zu dem Verbraucher geht viel Energie verloren. Die Nutzenergie liegt etwa bei einem Drittel der Primärenergie.

Energie ersetzt 45 Diener

Jedem steht damit die Leistung von 45 Menschen zur Verfügung. Das heißt, Europäer leben heute besser als die meisten Fürsten vor 200 Jahren, die nicht so viele Diener hatten. Wohlstand beruht vorwiegend auf elektrischer Energie, die mit einfachen Leitungsdrähten an den Verwendungsort gebracht wird. Strom kann dort in jede andere Energieform umgewandelt werden, also in Licht, in mechanische Energie für viele Antriebe, in Wärmeenergie zum Kochen und in elektromagnetische Wellen für Funk, Fernsehen und Internet. Eine 230-Volt-Steckdose stellt die Leistung von 22 Menschen bereit. Die meisten Haushalte verfügen heutzutage über 50 Elektrogeräte.
 
Strom jederzeit zur Verfügung zu stellen, wenn gewünscht, egal, ob Tag oder Nacht, ist schwierig. Wechselstrom lässt sich nicht speichern. Er muss zum Zeitpunkt der Erzeugung auch verbraucht werden. Doch der Verbrauch schwankt ständig durch das Ein- und Ausschalten von Geräten. Die Dampfkraftwerke, also die Kern- und Kohlekraftwerke, sind regelbar. Ihre Leistung wird immer dem Bedarf angeglichen. Auch die wenigen Wasserkraftwerke gehören dazu.

Falsche Entwicklungshilfe

In unterentwickelten Ländern liegt der Energieverbrauch bei weniger als 10.000 kWh pro Einwohner jährlich. In manchen Gegenden gibt es gar keinen Strom. Entsprechend niedrig ist der Lebensstandard. Zum wirtschaftlichen Fertigen braucht man Energie, vor allem elektrische Energie, die jederzeit preiswert zur Verfügung steht. Die selbsternannten Weltklimaretter, die in Polen zusammenkommen, wollen jedoch die armen Länder mit dem wetterabhängigen Wind- und Solarstrom elektrifizieren, um die Welt zu retten. Der Ökostrom ist dreimal teurer als der planbare Strom aus Kohlekraftwerken. Eine sichere Versorgung bleibt unmöglich, weil es für Strom keine ausreichend großen wirtschaftlichen Speicher gibt. Wetterabhängiger Strom verbessert zwar die Lebensbedingungen der Bevölkerung, doch mit den ständig und stark wechselnden Leistungen ist eine wettbewerbsfähige industrielle Fertigung unmöglich.
 
So bleiben die Länder weiter arm und abhängig vom Ausland. Profiteure sind die Weltklimaretter, die den Weltklimafonds kontrollieren, die Industrieländer, die am Bau der Ökostromanlagen kräftig verdienen und die Führungsschicht der armen Länder, die von den Hilfsgeldern einen kräftigen Anteil in ihre eigenen Taschen leiten. Das Volk selbst bleibt arm.

Internet und FakePower fördern Migration

Mit dem Internet gibt es heute eine weltweite Kommunikation in Echtzeit. Industrieländer locken mit hohem Lebensstandard, während arme Länder wegen des unzureichenden Stromangebotes keine Entwicklungsmöglichkeiten haben. Hinzu kommt noch ein schnelles Anwachsen der Bevölkerung, weil Kinderplanung in vielen Ländern ein Tabu ist oder die Kenntnisse dazu nicht ausreichend vermittelt werden. So machen sich immer mehr Menschen aus den unterentwickelten Ländern auf, um in Ländern, die besser mit Energie versorgt sind, zu überleben. Die Forderungen des Weltklimarates und die daraus entstandenen Hilfsmaßnahmen, nämlich die unterentwickelten Länder ausschließlich mit Ökostrom zu versorgen, vergrößern die Zahl der Immigranten in die Industrieländer.
 
In den Aufnahmeländern nutzen die Immigranten das Energieangebot. Der Energiebedarf steigt, statt nach selbst gesteckten Zielen zu sinken. Die Immigranten haben den deutschen Energiebedarf seit 2015 um mehr als ein Prozent erhöht. Das entspricht der Energie aus vier Millionen Tonnen Kohle jährlich.

Mit konventionellen Kraftwerken gibt es keine Wirtschaftsemigranten

Wenn verlässlicher und preiswerter Strom zur Verfügung steht, wächst der Lebensstandard, und die Menschen verlassen ihre Heimat nicht. Das beste Beispiel dafür ist China, das Land mit der größten Bevölkerung der Erde. Dort wird seit gut zwanzig Jahren die Stromversorgung mit Kohlekraftwerken ausgebaut. Jede Woche geht ein neues Kohlekraftwerk ans Netz. Hinzu kommen Kernkraftwerke. Insgesamt ist der Bau von 250 Kernkraftwerken geplant. Rund 30.000 kWh jährlich werden derzeit pro Einwohner verbraucht. Damit kommt China bereits den Industriestaaten nahe. Wirtschaftsemigranten aus China gibt es schon lange nicht mehr.
 
Dies steht nicht im Widerspruch zu Chinas Unterstützung der weltweiten Klimapolitik. Denn China gilt immer noch als Entwicklungsland und darf daher weiterhin Kohlekraftwerke bauen. Gleichzeitig profitiert das Land von Wind- und Solaranlagen, die China fertigt und die vom Weltklimafonds finanziert werden. Der Klimafonds soll jährlich 100 Milliarden Dollar von den reichen Ländern und der Wirtschaft einsammeln für den Kampf gegen die angebliche Erderwärmung. Er wird nicht demokratisch kontrolliert.
 
Die Aktionen für die vermeintliche Weltklimarettung müssen überdacht werden und alle Folgen kalkuliert werden. Die Welt gerät aus den Fugen durch ideologische Aktivisten, die angeblich die Welt retten wollen, aber durch Ihre Aktionen letztendlich die Welt zerstören.

 

 Prof. Dr.-Ing. Hans-Günter Appel
Pressesprecher NAEB e.V. Stromverbraucherschutz
www.NAEB.info und www.NAEB.tv

Bildquelle: StockKosh-Population-5cff1f418557a37f
 

17. Juni 2016 | Vijay Jayaraj: Indien steigt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen (COP21) aus

Vorhersagen über zukünftige globale Temperaturen sind unzuverlässig

Indien, wie viele andere Länder, erkennt die Ineffizienz der Klimamodelle des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) zur Vorhersage zukünftiger globaler Temperaturen. Die Modelle haben die Pause in der globalen Erwärmung in den letzten 18 Jahren nicht vorausgesehen. Auf den Prognosen basieren aber die politischen Entscheidungen, die den UN – Mitgliedsstaaten werden empfohlen werden. Es ist durch die genauen Satellitenmessungen offensichtlich, dass die globalen Temperaturniveaus nicht gefährlich sind oder katastrophale Ausmaße erreicht haben. So sehr, dass der führende Unterhändler der Pariser Übereinkunft – die Vereinigten Staaten selbst – sich nicht verpflichtet hat, die Vereinbarung im Jahr 2016 zu ratifizieren.

Wie Indien im INDC erwähnt: Indien hat viel zu tun, um für seine Bevölkerung für ein Leben in Würde zu sorgen und ihre berechtigten Erwartungen zu erfüllen. Denn jetzt können die 1,2 Milliarden Menschen des Landes ihre Reise in Richtung wirtschaftlicher Befreiung fortsetzen und die vielen Armen können die Grundrechte auf Nahrung, sauberes Trinkwasser, Wohnen und Beschäftigung erleben. Durch die Nicht-Ratifizierung des Pariser Abkommens hat Indien die richtige Entscheidung für die Menschen getroffen und die Inkompetenz des Aufrufs der Pariser Vereinbarung zur Dekarbonisierung der Weltwirtschaft aufgedeckt.

Warum Einwanderung NICHT die globale Armut löst

NuoViso.tv | 9. Dezember 2015 | Einwanderung wird von humanitär auftretenden Politikern und "Refugees Welcome"-Aktivisten häufig als ein wirkungsvolles Mittel angepriesen, um die globale Armut zu bekämpfen. Die Logik: Einwanderer sind die Verzweifeltsten und suchen nach einem besseren Leben, das wir ihnen in den westlichen Nationen ermöglichen können. Genau dieser Idee widerspricht Roy Beck, Einwanderungsexperte, Autor und Journalist. Er zeigt anschaulich: Genau das Gegenteil ist der Fall. Die Einwanderungs- und die Wirtschaftspolitik der westlichen Welt verstärkt die weltweite Armut sogar drastisch.

Die Weltbank misst die Ärmsten der Welt, als diejenigen, die weniger als 2 Dollar am Tag verdienen, erklärt Beck. In Afrika alleine gibt es 650 Millionen Menschen, die weniger als 2 Dollar am Tag verdienen. Weitere 890 Millionen Menschen sind in Indien bitter arm. In China kommen 480 Millionen dazu. Unglücklicherweise leben im Rest von Asien weitere 810 Millionen Menschen, die laut Weltbank weniger als 2 Dollar am Tag verdienen, so Beck. Die Weltbank sagt weiterhin, es sind diese 3 Milliarden Menschen und dazu noch weitere 2,6 Milliarden Menschen mit einen geringeren Durchschnitts-Einkommen als dem von Mexiko, das das wichtigste Einwanderungsland in die USA ist. Es sind als insgesamt 5,6 Milliarden Menschen auf der Welt, die in Ländern leben mit einen geringeren Durchschnitts-Einkommen als dem von Mexiko.

Die Eliten sagen, so Roy Beck, wenn man (in den USA) diese eine Million Einwanderer aufnimmt, dass man dadurch irgendwie die Armut auf der Welt bekämpfen würde. Dies solle man tun, ungeachtet der Auswirkungen auf die Arbeitslosen und Geringverdiener, den verletzlichsten Mitgliedern der Gesellschaft. Und ungeachtet der Auswirkungen auf die natürlichen Ressourcen, was die physische, natürliche und soziale Infrastruktur völlig überlasten würde.

Das Problem darin ist, so Beck, in diesen Ländern werden, unglücklicherweise, jedes Jahr weitere 80 Millionen Menschen dazu kommen, wie es auch schon in den Jahren zuvor passiert ist. Die westlichen Staaten könnten im Jahr 5 Millionen aufnehmen, doch sie könnten dem, was in diesen armen Ländern passiert, niemals zuvorkommen. Problematisch kommt dazu, dass es häufig die Unzufriedensten und Fähigsten dieser Länder sind, die am ehesten die Verhältnisse in diesen Ländern zum Positiven verändern würden, wenn sie nicht bei uns einwandern würden. Die wahren Helden im globalen humanitären Interesse, sind diejenigen, die das Nötige dazu hätten, um woanders einzuwandern und aber stattdessen trotzdem in ihren Ländern bleiben.

Beck schlussfolgert: Der einzige Ort, an dem 99,9 % dieser Menschen geholfen werden kann, ist der Ort, in dem sie Leben.

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